Zusammenfassung von Interviews zum Thema barrierefreies Bauen

Im Rahmen eines Interviews, geleitet von Herrn Raphael Kaar, mit den Baufirmen Holzhaider Bau GmbH, Singer Bau GmbH und Wimberger Bau GmbH zu barrierefreiem Bauen kann zusammenfassend gesagt werden, dass es kein Standardprogramm dafür gibt. Prinzipiell wird jeder Auftrag individuell geplant, damit Wünsche, aber auch die Lage des Objektes, sowie Grundstücksform berücksichtigt werden können. Grundsätzlich sind die Anforderungen an Barrierefreiheit von Person zu Person sehr unterschiedlich.

Sämtliche Mitarbeiter/-innen werden auf die Normen und Richtlinien geschult, die man bei Einreichung eines Bauplans beachten muss. Es gibt hier die ÖNORMEN B1600 bis B1603, die bereits Lehrlinge bei den unterschiedlichen Bauvorhaben lernen müssen.

Die Bauabnahme funktioniert auf Ebene der Gemeinde und hier ist auch ein Sachverständiger vor Ort.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist eine deutliche Steigerung des Bedürfnisses nach Barrierefreiheit bemerkbar. Das resultiert meist aus Erfahrungen von Verwandten oder Bekannten, oder einfach nur von einer verstärkten Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft und dem Gedanken, im Alter möglicherweise an Mobilität einzubüßen.

Die barrierefreie Bauform ist in der Regel mit Mehrkosten verbunden, denn sie bedarf meist mehr Bebauungsfläche, bzw. müssen Adaptionen von Geländeunebenheiten gemacht werden.

Wenn es Grenzen beim barrierefreien Bauen gibt, dann liegen diese eindeutig im budgetären Bereich und auch in der Beschaffenheit der Grundstücke.

Auffallend ist, dass viele Auftraggeber/-innen sehr gut Bescheid wissen, was sie benötigen und was die individuellen gesetzlichen Regelungen sind. In den meisten Fällen haben diese Personen oder Unternehmen schon geschultes Personal zu Rate gezogen und somit von sich aus die Barrierefreiheit beim Bauen sichergestellt.