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Filmwoche zum kollekitiven Wohnen

WO: Kino/Local Bühne in Freistadt

WANN: VERSCHOBEN AUF HERBST

WER:  Leader-Region Mühlviertler Kernland in Kooperation mit dem Kino Freistadt.

TICKETS unter: www.local-buehne.at

Wie wollen wir wohnen? Eine Frage mit der sich immer mehr Menschen auseinandersetzen. Wohnraum wird immer teurer, Lebenssituationen und Bedürfnisse ändern sich und es muss ja nicht immer das alleinstehende Haus mit Garten oder der anonyme Wohnblock sein. Aber wie funktioniert Wohnen in Gemeinschaft? 

Mit einem informativen wie unterhaltsamen Filmprogramm rund um Gemeinschaftliches Wohnen lädt das Kino Freistadt in Kooperation mit der Leader-Region Mühlviertler Kernland dazu ein sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven anzunähern und alternative Wohnkonzepte und -formen filmisch zu entdecken. 

Gleich zwei Dokumentarfilme machen sich auf die Suche nach innovativen Wohnprojekten in Österreich, so auch der Eröffnungsfilm DER STOFF, AUS DEM TRÄUME SIND. Einen Blick auf Geschichtliches eröffnen Filme über das legendäre deutschen Bauhaus und die Innsbrucker Arbeitersiedlung STALINGRAD, während COUCH CONNECTIONS Einblicke in die Wohnzimmer verschiedenster Menschen bietet. Der globalen Wohnungskrise widmet sich die schwedische Produktion PUSH und das Ankämpfen gegen soziale Kälte thematisieren sowohl das dokumentarische Porträt eines Hausprojekts für „Gestrandete“ in Südtirol, als auch eine starbesetzte Komödie über die Gründung einer Senioren-WG. 


Wir wünschen spannende und inspirierende Abende, sowie anregende Gespräche mit den anwesenden Filmschaffenden und ExpertInnen! 

 

Filmbeschreibungen:

DER SECHSTE KONTINENT

DE/IT 2018, 84 min, OdF
R: Andreas Pichler

Rund 50 Menschen leben in einem großen Haus am Rand der Kleinstadt Brixen in Südtirol. Ihre Biographien lesen sich wie eine Sammlung diverser Lebensgeschichten, die eines gemeinsam haben: sie alle sind Gestrandete; Menschen, die aus der Bahn geflogen sind. Hier, im “Haus der Solidarität”, finden sie ein vorübergehendes Zuhause und leben gemeinsam auf engstem Raum. Ein Porträt des Zusammenlebens in einem sozialen Projekt, das über anonymes Koexistieren hinausgeht.

ANDREAS PICHLER
Der in Bozen geborene Regisseur (DAS VENEDIG PRINZIP, DAS SYSTEM MILCH) und Autor ist über einen längeren Zeitraum mehreren Geschichten und Schicksalen im “Haus der Solidarität” nachgegangen.


 

DER STOFF, AUS DEM DIE TRÄUME SIND

AT 2019, 75 min, OdF
R: Michael Rieper, Lotte Schreiber

Der Dokumentarfilm begibt sich auf die Suche nach alternativen Wohnformen in Österreich und stellt sechs selbstorganisierte und -verwaltete Projekte von 1975 bis heute vor. Wir besuchen unter anderem die Pioniere von Kooperatives Wohnen, treffen die Architekten der Terrassenhaussiedlung in Graz, erkunden die Ökosiedlung Gärtnerhof, sprechen mit BewohnerInnen des Wohnprojekts Wien und lassen uns von den Linzer AktivistInnen des Projekts Willy*Fred erzählen, wie sich Häuser vom Immobilienmarkt freikaufen lassen.

MICHAEL RIEPER & LOTTE SCHREIBER
Der Architekt Michael Rieper ist tätig in den Bereichen Architektur, Film, Kunst & Design und unterrichtet an der TU Wien. Die Arbeiten von Lotte Schreiber wurden auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Die Filmemacherin und Künstlerin lebt und arbeitet in Wien.



PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN

SE 2019, 92 min, mehrsprachige OmdU
R: Fredrik Gertten

Weltweit schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe, Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen gedrängt. Gentrifizierung war gestern, heute geht es rein um’s Kapital. PUSH wirft Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, den Wandel des Wohnungsmarkts, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Der Film ist ein Aufruf, sich zu engagieren und den Kopf nicht in den Sand zu stecken.

FREDRIK GERTTEN
Der preisgekrönte schwedische Filmemacher und Produzent arbeitete lange als Auslandskorrespondent in Afrika, Lateinamerika und Europa. Bereits sein Dokumentarfilm BIKES VS CARS (2015) thematisierte einen Aspekt der Wandlung der Städte.



VOM BAUEN DER ZUKUNFT – 100 JAHRE BAUHAUS

DE 2018, 90 min, OdF,
R: Niels Bolbrinker, Thomas Tielsch

Vor über hundert Jahren wurde eine radikale künstlerische Utopie in die beschauliche Stadt Weimar hineingeboren: Das Bauhaus. Ihre Auswirkungen prägen unsere Lebenswelt bis heute.  Von Beginn an fragten die Architekten und Künstler des Bauhaus, darunter Walter Gropius, Wassily Kandinsky oder Paul Klee: Wie zusammenleben? Was bedeutet „zusammenleben“? Wie lassen sich Räume so gestalten, dass alle Menschen am gemeinsamen Leben teilhaben?

THOMAS TIELSCH, NIELS BOLBRINKER
VOM BAUEN DER ZUKUNFT ist nicht die erste Zusammenarbeit von Autor, Cutter, Regisseur und Produzent Tielsch und Regisseur und Kameramann Bolbrinker: gemeinsam realisierten sie bereits den Dokumentarfilm DIE FRAU MIT DEN 5 ELEFANTEN (2009).



STALINGRAD – GESCHICHTEN EINER INNSBRUCKER SIEDLUNG

AT 2015, 59 min, OdF
R: Melanie Hollaus

Ab den 1920er Jahren entstand in der Innsbrucker Vorstadt eine Arbeitersiedlung, die den inoffiziellen Namen „Stalingrad“ trägt. Vorgesehen für ärmere Bevölkerungsschichten war sie ein Experimentierfeld des Sozialen Wohnbaus, in dem neue Haustypologien und Materialien ausprobiert wurden. Die Filmemacherin portraitiert die Siedlung, deren Ruf nach außen nie besonders gut war, aber auf deren Zusammenhalt und Gemeinschaft von damals die „StalingradlerInnen“ noch heute stolz sind.

MELANIE HOLLAUS
Die gebürtige Tirolerin ist seit 2008 als freischaffende Filmemacherin tätig.
In mehreren ihrer Dokumentarfilme (u.a. VERBAUT, AT 2018; RISSE, AT 2019) sowie einer Publikation (BOCKSIEDLUNG – A part of Innsbruck, 2017) setzt sie sich mit Siedlungen und (illegalem) Siedlungsbau in Innsbruck und Wien auseinander.



UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN? 

FR/DE 2011, 100 min, französische OmdU,
R: Stéphane Robelin

Um dem Altersheim zu entgehen entwickeln fünf langjährige Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, einen kühnen Plan: Sie werden zusammenziehen und gemeinsam den Rest ihres Lebens verbringen. Um das Miteinander in der Wohngemeinschaft leichter zu gestalten, heuert Jeanne (Jane Fonda) den jungen Student Dirk (Daniel Brühl) an, dessen Anwesenheit streng gehütete Geheimnisse an den Tag bringt. Eine wunderbar warmherzige Komödie mit Starensemble der es an ernsthaftem thematischen Hintergrund aber nicht fehlt.

STÉPHANE ROBELIN
Der Regisseur und Drehbuchautor begann seine Filmkarriere in den 90er Jahren, zunächst mit Kurzfilmen, später im Bereich des TV-Dokumentarfilms. UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN? ist sein zweiter Spielfilm.



HÄUSER FÜR MENSCHEN – HUMANER WOHNBAU IN ÖSTERREICH

AT 2013, 125 min, OdF,
R: Reinhard Seiß

80 Prozent der ÖsterreicherInnen träumen vom freistehenden Einfamilienhaus mit Garten – allen individuellen und gesellschaftlichen Nachteilen zum Trotz. Doch dominiert in den Städten dominiert der kompakte Massenwohnbau „von der Stange“, der Bedürfnisse nach nachbarschaftlicher Gemeinschaft und persönlicher Selbstverwirklichung weitgehend ignoriert. Der Film zeigt, dass es spannende und nachhaltige Alternativen gibt – wie die Gartenstadt Puchenau, den Wohnpark Alt Erlaa in Wien, oder das Nachbarschaftliche Wohnen Guglmugl in Linz.

REINHARD SEISS
Der gebürtige Oberösterreicher arbeitet als Planer und Berater, ist Fachpublizist, Autor (“Wer baut Wien?”, “Harry Glück. Wohnbauten“) und Filmemacher und schreibt u.a. für FAZ, Neue Zürcher Zeitung und Die Presse.



COUCH CONNECTIONS

AT 2020, 75 min, englisch/deutsche OmdU
R: Christoph Pehofer

Mit seiner Kamera begibt sich der Filmemacher auf eine neunmonatige Reise durch Nordamerika und Asien. Anstatt aber in Hostels zu übernachten, verbringt er die Nächte in den Wohnzimmern wildfremder Menschen, auf deren Couch – einem Ort des Zusammenkommens und Austauschs. Gemäß dem Motto “Every friend was once a stranger!” zeigt Pehofer wie wunderbare Freundschaften geschlossen werden können, wenn man beim Teilen des Persönlichsten beginnt, und gibt Einblick in die unterschiedlichen Lebens- und Wohnsituationen seiner Couchsurfing-Hosts.

CHRISTOPH PEHOFER
2016 hatte der Filmemacher als Couchsurfing-Host in Wien seine „Hochsaison“: Jene, die auf seiner Couch übernachteten, berichteten von ihren Reiseerlebnissen. Das ließ ihn nicht mehr los und er entschied ein Jahr später, seinen Job zu kündigen. 2017 buchte er ein One-Way-Ticket nach Kanada.

 

 

 

 

 

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